Schulung nach FwDV 500 mit Gamma-Simulations-Quelle

Lautertal-Engelrod (Hessen) - Das Thema Zivil- bzw. Strahlenschutz ist durch die aktuellen Ereignisse in der Ukraine auch für uns in Westeuropa wieder zurück auf der Tagesordnung.

Der Ausverkauf von Jodtabletten und die Warnung der Behörden vor präventivem Gebrauch der Tabletten reflektiert die große Verunsicherung in der Bevölkerung. Doch schon vor dem Feuer auf dem Gelände Europas größtem Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine plante der Wehrführer Björn Seling von der Freiwilligen Feuerwehr Lautertal Dirlammen (Hessen) seine DekonP-Einheit für den Einsatzfall fit zu machen. Dazu lud er am 12.03.2022 den Strahlenschutzbeauftragten Timo Göhlich des Messgerätehersteller NUVIA Instruments GmbH als Praxisausbilder ein. Thematisiert wurden die Grundlagen des A-Einsatzes und die richtige Verwendung der vorhandenen Messgeräte, wie dem Kontaminationsmonitor CoMo-170 ZS. Hiervon sind 2 Geräte auf dem Dekon-P verlastet. Erste praktische Messerfahrungen konnten die Teilnehmer an zwei Kontaminationssuchschubladen sammeln. Zusätzlich konnten die Teilnehmer mit dem Prototyp „DolMo-SIM“ üben. Dieses Messsystem besteht aus einer Gamma-Simulations-Quelle und dem Dosis- und Dosisleistungsmessgerät DolMo F, welches mit einem Funkempfänger ausgestattet wurde. So konnte der Messtrupp die Dosisleistung von Gefahrgutpaketen mit dem im Transportindex angebenden Wert (Wert x 10 = Dosisleistung in μSv/h in einem Meter Abstand zum Paket), überprüfen und einen Absperrbereich von 25 μSv/h messtechnisch erfassen. Das DolMo F Simulationsgerät ermöglicht, dass ein Einsatz mit radioaktiven Stoffen auch ohne eine radioaktive Quelle realistisch geübt werden kann, und das sogar bis zu einer Dosisleistung von fast 100 mSv/h.